Ayanische Götter

Aya-1 wurde vor Urzeiten von einer Spezies mit starken, magischen Fähigkeiten bewohnt, die das Land und seine Bewohner formten und beeinflussten. Aufgrund ihrer unerklärlichen Kräfte kannte man sie als Götter. Ihre treuesten Diener war das Volk der Enai, das sich um all ihre Sorgen und Nöte kümmerte. Die Götter lebten teilweise an der Oberfläche und teilweise in großen Aushöhlungen unter der Erde. Dieses unterirdische Konstrukt aus Kavernen und Tunneln, in dem jeder Gott sein eigenes kleines Reich hatte, nannte man Brujun, die Unterwelt. Der größte Zugang dorthin ist das Hulgrir, der endlose Abgrund im Reich von Dargo.

Die berühmtesten Paläste und Städte der Götter waren Myrin und Valtur. Myrin galt als das Paradies für die Toten, wo jede Seele, die zu Lebzeiten gut gedient hat, im Reich des Göttervaters Frieden finden konnte. Valtur war die ehrenhafte Halle der Helden, wo all jene auf ewig in Ruhm und Ehre weiterleben konnten, die im Namen der Götter in der Schlacht fielen. Beide Orte lagen jenseits des mythischen Tors des Bergvaters.

Diese Götter herrschten unangefochten über ihre Welt, bis eines Tages erst die Kreth und dann Thorald Stahlfaust kamen, um sie herauszufordern. Während der heftigen Auseinandersetzungen wurden die meisten von ihnen ausgelöscht.

Einige wenige von ihnen blieben danach zurück, als die Ayaner sich auf Kala Tersos ausbreiteten. Aufgrund ihrer göttlichen Magie hielten auch die primitiven Ayaner sie für Gottheiten. Einige von ihnen starben irgendwann, andere verschwanden. Viele wurden im Laufe der Jahrtausende vergessen, doch einige kennt man noch immer und betet sie bis heute an.

Balgr

Der Göttervater von Aya-1. Als Oberhaupt und Vater aller Götter hatte Balgr keine direkten weltlichen Aufgaben. Stattdessen sprach er recht und schlichtete Streitigkeiten unter seinen Kindern. Er lebte im paradiesischen Reich Myrin, das sich unterhalb der Stadt Majali in Lorves befindet. Er verschwand, nachdem die meisten seiner Kinder durch Thorald Stahlfaust den Tod fanden.

Savi

Die Göttin der Schöpfung und Göttermutter. Sie lebte in der südlichen Kulcor-Wildnis und galt als Sinnbild für Güte und die Heilkunst. Die Enai waren ihre Schöpfung und dafür ehrten sie sie mit einer detailgetreuen Statue auf dem großen See im Grünwald Animas. Als Thorald Stahlfaust ihre Kinder nacheinander abschlachtete, soll sie in ihrem Schmerz wahnsinnig geworden und verschwunden sein.

Zalathir

Der Gott des Feuers, der Energie und der Zerstörung lebte nicht unter der Erde, sondern in einem Palast im heutigen Reich Yatai, wo noch immer eine gewaltige Statue zu seinen Ehren steht. Er ist der Stammvater und zentrale Gott aller Feuerstämme.

Sel

Der Rabengott der Rache, des Todes und der Seelen. Seine Domäne lag unter Makonien und wurde Sel-Var genannt, das Totenreich. Besonders bekannt war er als stärkster der drei dunklen Brüder, der Zef und Chal im Zaum hielt. Sel erwählte gesegnete Krieger, die dem Tod trotzen konnten, um seinen Willen durchzusetzen.

Zef

Gott des Unheils, des Leids und des Chaos. Als einer der dunklen Zwillinge wird Zef bis heute gefürchtet. Einst lebte er in der stillen Stadt Palos unterhalb des heutigen Dargo. Viele düstere und blutige Rituale werden in seinem Namen durchgeführt und die Dargonier erkennen ihn noch immer als Herrn der Toten an.

Chal

Gott der Unterwelt und der Finsternis. Der jüngere Bruder von Zef lebte in Nelsin, der Stadt der ewigen Nacht unterhalb des heutigen Dargo. Er war weniger blutrünstig als sein Zwillingsbruder, genoss jedoch nicht weniger Respekt. Meist werden die Brüder im selben Satz erwähnt und auch gemeinsam verehrt.

Heylda

Die Göttin des Wetters, des Windes und der Natur. Die meist in Vogelgestalt dargestellte Heylda ist die Matrone aller Vogelstämme und steht für die Harmonie mit der Natur. Sie lebte einst im heiligen Eisvulkan in Kaifu und wurde oft als die wahre Tochter der Savi bezeichnet.

Ymira

Göttin der Jagd und des Krieges. Ebenso naturverbunden wie ihre Schwester Heylda lag Ymiras Fokus auf den Tieren. Sie hatte keinen festen Sitz, sondern zog stetig rastlos durch die Welt. Man sah sie nie ohne ihren treuen Gefährten Lobos, den Urvater aller Mondwölfe. Einige alte Legenden besagen, sie wäre auf einer Insel im Kampf gegen Thorald Stahlfaust gefallen, daher erbaute man ihr zu Ehren eine riesige Statue darauf und benannte die Insel nach ihr.

Bolt

Der Gott der Erde und des Himmels wird auch oft als Bergvater bezeichnet. Als Erstgeborener von Balgr und Savi hat er unter seinen Geschwistern einen besonderen Platz inne. Sein Sitz war die unterirdische Stadt Baran Dal unter dem Berg Balgruf in Anima. Bis heute ehren ihn besonders die Himmelsstämme, die als Nomaden durch die Berge ziehen. Er war der Letzte, der im Kampf gegen Thorald Stahlfaust sein Leben gab.

Alvaron

Der Gott des Meeres, der Weisheit, der Ehre und der Gerechtigkeit. Der Zweitgeborene Sohn von Balgr und Savi galt als klügster und weisester aller Götter. Sein Wohnsitz war die prachtvolle Stadt Valtur, wo auch die Halle der Helden stand. Seine Gesetze und Erlasse schufen eine Zeit des Wohlstands und der Harmonie, die erst mit dem Erscheinen der Kreth ein Ende fand. Es war seine Idee, den Götterschlächter mit einem Fluch zu belegen, um ihn von ihrer Welt zu vertreiben. Danach verschwand er und wurde nie mehr gesehen. Valtur versank nach seinem Verschwinden im Meer und dient seitdem als Legende für alle Wasserstämme, die in seinem Andenken leben.

Numairi

Göttin der Liebe, der Hingabe und der Freude. Auch als Göttin der Sexualität bekannt reiste Numairi durch die Städte von Kala Tersos und brachte Liebe zu allen einsamen Seelen auf der Suche nach Zugehörigkeit. Obwohl sie keine wirkliche Macht besaß, hielten viele Gelehrte sie für die mächtigste aller Götter, da ihre Gabe jeglichen Streit beilegen konnte und nichts als wahre Liebe zurückließ. Es ist ungeklärt, was nach dem Krieg mit Thorald Stahlfaust aus ihr wurde.

Ursus

Der Gott der Stärke und der Freiheit. Ursus soll im Grünwald gelebt haben und wird heute nur noch als Bär dargestellt, da seine Werte die Grundlage für alle Bärenstämme bilden. Er stürzte sich gemeinsam mit seinem Bruder Ariez furchtlos in den Kampf gegen Thorald Stahlfaust und fand dabei den Tod.

Ariez

Gott der Zähigkeit und der Treue. Der stets als Widder dargestellte Ariez lebte in den Himmelsbergen im nördlichen Anima. Die Widderstämme folgen seinen Lehren. Er fiel Thorald Stahlfaust zum Opfer, als er sich an der Seite von Ursus gegen ihn stellte.

Nephalos

Der Gott der Tücke, des Betrugs und des Diebstahls. Jede Familie hat ein schwarzes Schaf. Bei den ayanischen Göttern war das Nephalos. Er hatte nie ein Interesse an einem eigenen Reich oder weltlichen Aufgaben und wurde von seinen Geschwistern kaum je beachtet. Diese Unsichtbarkeit machte er sich zu eigen und zog durch die Welt, um Verbrechern Glück zu bringen, damit sie den Frieden seiner Geschwister störten. Als die Kreth auftauchten, verschwand Nephalos als Erstes, wobei einige Gelehrte glauben, dass er für ihr Erscheinen verantwortlich gewesen sein könnte.

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