Eon

Eon ist ein grünhäutiger Ganomeer aus der Küstenstadt Azar, der sein gesamtes Leben in politischen Kreisen verbrachte. Er war der Sohn eines Stadtrats und wurde früh in der Kunst der Wandlungsmagie unterwiesen. Sobald er die Akademie in Rekordzeit besuchte und Zauberer wurde, reiste er weiter nach Tarek, um dort die Manipulationsmagie zu meistern.

Es war eine Ehre für ihn, als er zum Paladinorden eingeladen wurde. Er lernte unter zwei Meistern, bis er den Rang des Gharesh hinter sich ließ und ein vollwertiges Mitglied wurde. Im Anschluss daran verbrachte er fast zwei Jahrhunderte damit, überall auf Ganomed zu arbeiten. Aufgrund der geringen Probleme und Gefahren waren das meist entspannte Aufgaben, sodass er nebenbei die Beschwörungsmagie studierte.

Eine Zeit lang wurde er zum Anführer der grünen Paladine und bewies sein Charisma und sein politisches Feingefühl, um die Position des Ordens in Amaranthys zu stärken und Rekruten anzulocken. Ein paar Jahrzehnte danach wurde er vom weißen Paladin eingeladen, in die Arcadia zu kommen und als einer seiner Getreuen zu dienen.

Es dauerte nach dessen Tod nicht lange, bis man Eon als dessen Nachfolger vorschlug, da er neben seiner erfolgreichen Laufbahn auch viele politische Kontakte pflegte. Als neuer Anführer des Ordens legte er sich sein Markenzeichen zu, das Konstrukt Riptor, einen weißen Drachen, den er als Reittier und Weggefährten nutzte. Er ließ sich sogar dessen Körper von einer Gruppe Beschwörermeister permanent erschaffen, damit das Wesen ohne Magie weiterhin existieren konnte.

Eon nutzte seine Beziehungen geschickt aus, um dem Orden mehr politische Macht zu verleihen und ihn zu einem Arm des Archons zu machen. Dadurch wuchs die Bedeutung der Paladine auf ganz Ganomed an, allerdings sank dadurch auch die Qualität der Mitglieder.

Als Breaker eines Tages zurückkehrte und alles kritisierte, was Eon erreicht hatte, kostete es ihn seine gesamte Selbstbeherrschung, den alten Paladin nicht zu erschlagen. Um ihn zu beschäftigen und den Wünschen des Archons nachzukommen, schickte er ihn auf eine unbedeutende Mission nach Niju, die sich letztlich jedoch als weitreichende Entwicklung herausstellte. Da Janos sich bewiesen hatte, was dem Volk nicht entgangen war, bot Eon ihm den Posten als Anführer an, den er, zu ihrer beider Verwunderung, nicht annahm.

In den Wochen danach zog Janos sich zurück und verhielt sich immer merkwürdiger, weil er seine Erinnerungen suchte. Eon wurde klar, dass es ein Fehler war, ihm den Posten anzubieten, da er ganz klar überfordert war. Als er von einer Reise zurückkehrte, beauftragte er ihn damit Meister Chandun in Egylan bei der Untersuchung der Izzumo-Angriffe zu unterstützen. Es gefiel Janos nicht, dass er nicht die Leitung innehatte, aber Eon stellte klar, dass er sich das Vertrauen erst verdienen musste.

Als man Janos einige Zeit später verhaftete und ins Korrektorium brachte, war Eon nicht sicher, ob die Anschuldigungen nicht wahr waren, da sein Verhalten unberechenbar war. Als Falon ihn bat, einzuschreiten weigerte er sich. Solange Janos im Gefängnis war, konnte er keinen Ärger machen, also sollte er zunächst dort bleiben.

Erst als Carusy rebellierte und Eon als Reaktion auf die Körperkontrolle einiger Würdenträger mit harter Gewalt reagierte, schritt der Archon ein und beauftragte den freigelassenen Janos damit, das Siegel von Egylan zu verteidigen. Eon sollte in der Arcadia bleiben.

Nachdem Janos erneut von den Toten auferstanden war, weil er gegen Carusy versagt hatte, machte der Archon ihn zu seinem Vertrauten, um Luusa zu ersetzen. Da die Paladine, und auch Eon, Janos für den massiven Schaden in Egylan und auch die Rufschädigung des Ordens verantwortlich machten, wollte er ihn am liebsten verstoßen, doch der Archon verhinderte auch das.

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