Projekt Heimdall

Nach dem ersten Kontakt der Menschheit mit den Salvani, einer intelligenten, raumfahrenden Spezies infolge der Besiedelung von Utopia Beta erkannten die Menschen die neuen Gefahren, die daraus entstehen konnten. Durch die Verbreitung der menschlichen Rasse auf anderen Welten würden unweigerlich mehr und mehr Lebensformen auch auf die Erde aufmerksam werden. Wissenschaftler und Historiker waren sich einig, dass das häufig kriegerische, egoistische und kurzsichtige Verhalten der Menschheit rückblickend zu vielen unnötigen Konflikten geführt hatte. Sollte sich dieser Trend fortsetzen oder eine missgünstige Alienrasse einen Präventivschlag anstreben, wäre die Erde dagegen völlig schutzlos.

So entstand unter dem Deckmantel des Space Revelation Act die Idee eines Schutzschilds für den gesamten Planeten. Da die Technologie im Bereich der Energieschilde noch nicht ausgereift war, wurde Projekt Heimdall ins Leben gerufen. Dabei handelte es sich um ein Netzwerk aus 254 Satelliten im Orbit der Erde, die mit Überwachungstechnologie und Hochleistungslasern ausgestattet waren, um feindliche Bedrohungen für den Planeten abzuwehren.

Die Erdenregierung entwarf die Modelle in Zusammenarbeit mit verschiedenen Konzernen, darunter vor allem mit Zaritech, dem Vorreiter in globaler und interstellarer Kommunikationstechnologie. Aufgrund des ethischen Risikos, das hochauflösende Überwachungs- und Zerstörungspotenzial für Angriffe auf die Erde zu missbrauchen, wurden mehrstufige Sicherheitsvorkehrungen integriert, um die Nutzung nur durch mehrere qualifizierte und von der Regierung abgesegnete Experten zu ermöglichen. Zudem wurde ein Notfallprotokoll zur Selbstzerstörung eingerichtet. Die Bewaffnung der Satelliten wurde niemals öffentlich zugegeben.

Nach Jahren der inaktiven Existenz der Satelliten wurde eine Gruppe von Söldnern von einer kriminellen Schattengesellschaft angeheuert, um eine der Spezialraketen zu stehlen, mit denen das Netzwerk lahmgelegt werden konnte. Sie brachten den Flugkörper in eine verlassene Raketenbasis in Sibirien, wo sie vom Thanatos-Trupp geborgen wurde.

Nach diesem Fiasko, das weiterhin geheimgehalten wurde, erhöhte die Regierung die Sicherheitsmaßnahmen noch einmal um ein Vielfaches. Jedoch wuchs aufgrund des Vernichtungspotenzials der Satelliten das Misstrauen immer weiter, wer diese Waffe führen sollte. Die Hürden wurden so groß, dass es keine realistische Möglichkeit mehr gab, das Projekt jemals zu aktivieren.

Nachdem einer der Satelliten während der Invasion der Erde durch die Lorganer eingesetzt wurde, vernichtete die Initiative sämtliche verbleibenden Exemplare im Orbit.

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